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Zu den ältesten Kulturgütern dieser Welt gehören nicht nur Jagd,
Handwerk und Kunst, sondern auch der Kampf. Aus dem in der damaligen
Zeit täglich notwendigen Überlebenskampf gegen Mensch und Tier
entwickelten sich die verschiedensten
Kampf- und Selbstverteidigungssysteme, mit und ohne Waffen. Da natürlich
alle Menschen die gleichen anatomischen Voraussetzungen haben, kann man
bei den Erfindungen der Kampfsysteme, die schon die Urmenschen machten,
teilweise sehr ähnliche Techniken aufweisen.
Der Legende nach schuf der indische Mönch Bodhidharma, von den
Kampfformen der indischen Kriegerkaste "Kshatriya" beeinflusst, um ca.
520 v. Chr. im chinesischen Kloster Shaolin die Urform der
verschiedensten Kampfkünste. Das Shaolinkloster gilt als Wiege der
asiatischen Kampfkünste. Aus dieser Urform entstanden im Laufe der
Jahrhunderte unzählige verschiedene Kampfsysteme und Kung Fu - Stile,
die durch jeweilige soziale und kulturelle Bedingungen auch religiöse
und philosophische Inhalte haben konnten.
1500 v. Chr. wurde den Bewohnern der Insel Okinawa von der damaligen
Besatzungsmacht bei Todesstrafe verboten, Waffen zu tragen und zu
benützen. Aufgrund dieses Verbotes entwickelte die Bevölkerung das
waffenlose Kampfsystem "Okinawa-Te". Durch viele verschiedene Einflüsse
- vor allem aus China - entstanden unterschiedliche Kampfsportarten.
Auch das Shotokan-Karate wurde in Okinawa gegründet!
Meister Funakoshi Gichin (geboren 1868 in Okinawa im Bezirk Yamakaya-Cho
als einziger Sohn einer einfachen Samurai-Familie) gilt als Vater und
Begründer des modernen Karate. Durch ihn gelangte die von ihm
entwickelte Stilrichtung 'Shotokan' nach Japan.
Von dort wurde es vor allem über die Instruktoren der Japanischen Karate
Association (JKA) auf der ganzen Welt verbreitet.
1957 wurden japanische Meisterschaften ausgetragen und 1970 fand die
erste Weltmeisterschaft in Japan statt.
Seit Anfang der sechziger Jahre wird Karate auch bei uns
trainiert.
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Meister Gichin
Funakoshis Karateregeln |