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Karate heißt leere bzw. bloße Hand - und so ist es ganz natürlich, dass
die Kämpfer nur leichte Handschuhe tragen. Kumite heißt ins Deutsche
übersetzt freier Kampf. Feste Kampfregeln und strikte Disziplin machen
Kämpfe auf der Basis kontrollierter Technik möglich. Im Freikampf müssen
die Kämpfer ihre Angriffe hart ausführen, aber knapp vor dem Ziel
stoppen, um Verletzungen zu vermeiden.
Techniken zur Brust- oder Bauchpartie werden erst nach dem Berühren
gestoppt, wobei auch hier der Kampfpartner nicht verletzt werden darf.
Ein Beweis guter Technik ist in der Tat die Fähigkeit, die mit voller
Geschwindigkeit und Ziel exakt zu stoppen. Den Partner hart zu treffen,
würde zu Disqualifikation führen. Der sportlichen Wertung liegt eine
sportliche Disziplin des Kämpfers zugrunde, die als einer ihrer
wesentlichsten Punkte die Grundidee von harmonisierter, kontrollierter
und gestoppter Bewegung betrachtet.
Die Kämpfer tragen zur Unterscheidung blaue und rote Gurte. Wird ein
Treffer in vorgeschriebener Haltung und richtiger Stellung
vorschriftsmäßiger Distanz und mit vollem Kraft- und Kampfeinsatz
erzielt, so werden Punkte vergeben.
1 Punkt - "Ippon "
- für Uchi oder Chudan und Jodan Tsuki
(Handrücken- und Fauststoßtechniken)
2 Punkte - "Nihon"
- für Chudan
Beintechniken; Fausttechniken, deren einzelne Bestandteile jeder für
sich bewertet werden können; Fausttechniken gegen den Rücken des
Gegners; Brechen des Gleichgewichtes des Gegners, gefolgt von einer
wertbaren Technik.
3 Punkte - "Sanbon"
- für Jodan Beintechniken (Obere Stufe/Kopf);
Würfe oder Feger (Gegner am Boden), gefolgt von einer bewertbaren
Technik. |